Ein Konzert, das den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart durch eine der wesentlichsten und intimsten Kammermusikformationen erforscht: das Streichtrio. Im 18. Jahrhundert als Weiterentwicklung des Quartetts und der Duo-Sonate entstanden, hat das Trio für Violine, Viola und Cello Generationen von Komponisten inspiriert, fasziniert vom Gleichgewicht zwischen Klangfarben und der Möglichkeit eines transparenten und dennoch ausdrucksvoll bedeutungsvollen Kontrapunkts.
Das Programm schlägt einen querschnittlichen Weg vor, der klassische und zeitgenössische Musik miteinander verwebt. Es beginnt mit den Sonaten Op. 17 von Johann Christian Bach, jüngstem Sohn des großen Johann Sebastian, hier in einer noch nie dagewesenen Kammermusikfassung präsentiert. In diesen Seiten verschmilzt die für das späte 18. Jahrhundert typische galante Eleganz mit einer harmonischen Sprache von überraschender Modernität und kündigt bereits den Stil Mozarts an, der den „Londoner Bach“ sehr bewunderte.
Neben dieser historischen Wiederentdeckung bietet das Konzert die Uraufführung des Trios Op. 22 von Matteo Cristofori, der auch die Bearbeitung zeichnet und als Violinist teilnimmt, begleitet von Gianluca Saggini an der Viola und Alessandra Montani am Cello. Cristoforis Werk, konzipiert als ideale Brücke zwischen barocker Sprache und zeitgenössischem Schreiben, erforscht neue klangliche und räumliche Beziehungen und verwandelt die traditionelle Trioform in ein lebendiges und dynamisches Klang-Labor.
Eine Begegnung zwischen Epochen und Poetiken, wo das kammermusikalische Gleichgewicht zum Boden für Experiment und Dialog wird.

